
Das verlassene Hotel „Gästehaus des Ministerrats“
Ich weiß noch, wie ich wandern war und mit meinem Teleobjektiv dieses verlassene Hotel entdeckt habe. Warum ich nicht früher hingefahren bin, weiß ich auch nicht, aber bin ich von ab gekommen. Die Wanderung damals war zwar mega schön, aber auch anstrengend. Somit war ich erst am frühen Abend fertig, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Danach war dieses verlassene Hotel aus den Augen, aus dem Sinn. Als ich nun endlich einen Besuch einrichten konnte, hatte ich Glück, einen Zugang zu finden, denn das Objekt wird regelmäßig überprüft und etwaige „offene Stellen“ wieder verschlossen. Das ist heutzutage auch gut so, denn es gibt genug jugendliche (leider kein Vorurteil, sondern durch Augenzeugen bestätigt) Hohlbirnen, die alles Zerstören. In meinem Fall bin ich sogar jenem wachsamen Nachbarn begegnet, aber auch gut ins Gespräch gekommen, sodass wir uns letztlich einig waren, dass dieses verlassenen Hotel – ein Urbex-Schätzchen – verriegelt sein muss.
Trotz des langen Leerstandes fand ich das verlassene Hotel in einem extrem guten Zustand vor. Der gute Zustand ist hier gleichzusetzen mit „kein Vandalismus, kein Graffiti“, dafür erste Spuren des Verfalls. Die Zimmer sind alle recht ähnlich: klein, eine kleine Abtrennung zwischen Wohn- und Sitzbereich und die Badezimmer mit Dusche. Dazu eine alte „Röhre“. Welche Fernsehprogramme man hier wohl empfangen hat, frage ich mich. Das Frühstück wurde im Speisesaal serviert, der angeblich noch in Nutzung ist. Der Besitzer betreibt wohl nebenan noch ein Hotel. Allerdings habe ich noch ie ein Hotel erlebt, bei dem man zum Frühstücken erstmal „über den Hof“ zum Speisesaal gehen muss. Ganz eigenartig. aber wer weiß. Ich könnte mich ja bei nächster gelegenheit in dem aktiven Hotel einquartieren, dann würde ich dieses verlassene Hotel jedenfalls nicht mehr aus den Augen und dem Sinn verlieren. Aber das mache ich nur, wenn es nicht regnet.




























