Das verlassene FDGB-Heim B.

Das verlassene FDGB-Heim B.

Schon bei meiner ersten Fahrt durch diesen nicht allzu großen Ort bin ich daran vorbei gebraust. Erst nach einem Gespräch mit einer Anwohnerin schaue ich mir das Haus konkreter an – erst von außen, dann von innen. Ein ehemaliges FDGB-Heim soll es also sein. Kommt mir eher wie ein altes Wohnhaus vor. Etwas klein für viele Betten. Und die Räume machen auch nicht den Eindruck, als hätten hier mal Schränke für mehrere Besucher gestanden. Auch das Bad im Erdgeschoss wirkt nicht wie für mehrere Leute gemacht. Mir kommen Zweifel. Hat die Anwohnerin vielleicht ein anders Haus gemeint? Aber direkt hierneben ist das Speisesaal-Gebäude. Ich überlege. Alte FDGB-Heime habe ich bisher anders erlebt. Ich gucke nochmal überall, ob ich einen Übergang oder eine Verbindung zum Nachbargebäude übersehen habe. Vielleicht wären da ja die zig Betten und Schränke. Aber keine Anzeichen, keine Möglichkeiten, keine Verbindung. Ich verlasse dieses Haus und gehe einmal drumherum. Das Nebengebäude scheint in Nutzung, da das Dach recht gut und erneuert aussieht und Blumen im Fensterbrett stehen. Auch alle anderen Häuser in direkter Nähe sind eher Einfamilienhäuser als FDGB-Heime. Ich verstehe es nicht und gebe die Suche nach einem letzten Blick auf die Goggl-Satellitenkarte auf. Was auch immer dieses verlassene Haus war, ich werde es nicht mehr herausfinden. Ganz nett fand ich diesen Lost Place trotzdem, aufgrund der alten Bestandteile.